Inhalt:

Gehörschutz

Was ist Lärm?

Lärm ist unerwünschter und störender Schall. Er ist zwar in Lautstärke und Tonlage objektiv messbar, aber Lärm ist trotzdem eine subjektive Größe.Das hat einerseits mit unseren Gewohnheiten zu tun, andererseits auch mit der emotionalen Färbung eines Geräusches. Kindergeschrei ist für den einen etwas Schönes, für den anderen aber unerträglich. Lärm ist also kein absolutes Maß, sondern hängt zu einem großen Teil von uns selbst ab. Ob Geräusche stören oder nicht, entscheidet auch die Situation, in der wir uns befinden, oder die Tätigkeit, der wir nachgehen. Wer gerade ein Buch liest oder hoch konzentriert am Computer arbeitet, wird auch auf leisere Geräusche empfindlich reagieren.

     

Kann Lärm also auch gefährlich sein, wenn man ihn gar nicht als solchen empfindet?

Ja, denn unbewusst steigt der Stresspegel. Zu unterscheiden sind dabei abermals der objektiv messbare Lärmpegel und das eigene Empfinden. Ab 85 Dezibel Dauerbeschallung riskiert man gesundheitliche Folgen. Im Bereich um 140 Dezibel sind auch kurzzeitige Lärmspitzen gefährlich, zum Beispiel wenn ein Schuss fällt. Die subjektiv empfundene Lärmqualität spielt aber eine genauso wichtige Rolle. Störender Verkehrslärm kann psychosomatische Auswirkungen haben und uns körperlich krank machen.

     

„Einmal ist keinmal.“ Gilt das auch für Lärm?

In manchen Fällen reicht schon ein starkes Lärmereignis aus, um das Gehör dauerhaft zu schädigen. Das kann zum Beispiel ein Schuss aus nächster Nähe sein, ein lauter Discobesuch oder eine Explosion. Ein Warnsignal ist der sogenannte „Temporary Threshold Shift“ – ein kurzfristiges Absinken der Hörschwelle. Discobesucher kennen das vielleicht: Man kommt nach Hause und hört schlechter, vielleicht sogar ein Pfeifen oder Klingeln. Die Sinneszellen im Ohr sind erschöpft und haben kurzzeitig ihren Dienst eingestellt. Diese kurzfristige Absenkung korrigiert sich in vielen Fällen wieder selbst – aber eben nicht immer. Ein einmal geschädigtes Gehör kann sich nicht wieder regenerieren. Sollten Sie ein Absinken der Hörschwelle bemerken, sollten Sie daher auf jeden Fall einen HNO-Arzt aufsuchen.

     

Welche Auswirkungen hat Lärm auf mein Gehör?

Ein Lärmschaden ist eine Hörminderung, die auf eine Lärmbelastung zurückzuführen ist. Lärmschwerhörigkeit ist eine der häufigsten Ursachen von Hörminderungen. Lärm kann auch einen Tinnitus verursachen, also ein Ohrgeräusch wie Pfeifen oder Rauschen.  Daneben gibt es Schäden, die wesentlich schwerer als Lärmauswirkungen beweisbar sind. Unangenehmer, dauerhafter Lärm kann körperliche Reaktionen wie zum Beispiel erhöhten Bluthochdruck, Konzentrations- und Schlafstörungen hervorrufen. Diese Stresssymptome schwächen das Immunsystem und machen uns anfälliger für Krankheiten.

     

In welchen Situationen sollte man sein Gehör schützen?

Es gibt kaum eine Lärmsituation, für die es keinen passenden Gehörschutz gibt. Auf dem Schießstand, auf extrem lauten Konzerten – in solch extremen Situationen ist es auf jeden Fall ratsam, sein Gehör zu schützen. Darüber hinaus hängt es von der persönlichen Empfindlichkeit und der eigenen Vernunft ab.

     

Wie kann ich mein Gehör schützen?

Lärm gänzlich zu vermeiden ist heute nicht mehr möglich, unsere Welt wird immer bunter und lauter. Trotzdem sind wir dem Lärm nicht hilflos ausgeliefert. Neuroth bietet eine breite Palette an verschiedenen Gehörschutzprodukten, die sich Ihren Bedürfnissen anpassen und individuell für Sie gefertigt werden. Fragen Sie einen Neuroth-Hörakustiker und lassen Sie sich beraten!

     

     

Ein Gehörschutz ist doch ziemlich uncool …, oder?

Auf der Baustelle tragen Sie einen Helm, beim Handwerken eine Schutzbrille – wieso sollten Sie Ihr Gehör also nicht schützen? Gehörschutz ist keineswegs uncool! Die meisten unserer Produkte verschwinden im Gehörgang und sind fast nicht zu sehen. Außerdem bietet Neuroth einige Gehörschutzlösungen in Trendfarben an – der Gehörschutz wird somit zum stylishen Accessoire.

     

Gibt es „Gefahrengruppen“ – also Berufe oder Hobbies, die besonders gefährlich für das Gehör sind?

Die klassischen Gefahrengruppen sind die Lärmarbeiter, aber auch Profi- und Hobbymusiker, zum Beispiel im Orchester oder bei der Blasmusik. Auch Schützen, also Jäger, Polizisten, Militärbedienstete, sollten besonders auf ihre Ohren achten. Lärm verlagert sich zunehmend in den privaten Bereich. Unternehmen werden streng kontrolliert und nehmen Lärmschutz sehr ernst. Aber im Hobbykeller misst niemand die Dezibelzahl. 

     

Dezibelzahlen sind ja gut und schön. Wie erkenne ich aber im Alltag, dass der Lärm zu laut ist?

Auch hier spielt das subjektive Empfinden wieder eine große Rolle: Nicht jeder Mensch ist gleich empfindlich, daher ist es schwer zu definieren, ab wann es zu laut ist. Ein sicheres Zeichen ist, wenn etwas die Schmerzgrenze erreicht. Es gibt Hilfstabellen, anhand derer man feststellen kann, wie laut Geräusche sind: Die Hintergrundgeräusche in einem Großraumbüro liegen etwa bei 70 Dezibel, eine Kreissäge kreischt mit 110 Dezibel, ein Kanonenschuss schafft schon 125 Dezibel.

     

Welche Gefahren gibt es, abgesehen vom Lärm, noch für das Gehör?

Jeder kennt die lästige Nebenwirkung von Schnupfen und verstopfter Nase: Die Ohren sind zu, man hört schlechter. Alle Krankheiten, die die Nasenschleimhäute anschwellen lassen, können potenziell auch das Ohr schädigen, denn: Das Ohr hängt mit der Nase zusammen. Deswegen ist wichtig, dass die Nase frei ist. Kinder sind anfälliger für Ohrenprobleme, weil ihre Atemwege kleiner sind – ihnen gilt daher besonders große Aufmerksamkeit. Wenn ein Kind einige Monate schlecht hört, verpasst es viele Entwicklungsschritte.

     

Was passiert im Körper, wenn das Gehör geschädigt wird?

In unserem Innenohr befinden sich feine Härchen, die den Schall weiterleiten. Werden sie zu stark beansprucht (z. B. durch anhaltenden Lärm), brechen diese Härchen ab und können somit den Schall nicht mehr weiterleiten – Sie hören schlechter. Jemand, der schlecht hört, aber trotzdem kommunizieren muss, ist schneller erschöpft, empfindet seinen Beruf als ermüdender, ist vielleicht reizbarer und emotional instabiler. Und: Jemand, der schlecht hört, ist grundsätzlich misstrauischer. Ein Tuscheln, ein Flüstern, das man nicht versteht und schon vermutet man dahinter eine Attacke. 

     

Wie komme ich zu meinem individuell angepassten Gehörschutz?

Jedes Ohr ist anders. Um höchstmöglichen Komfort und angenehmes Tragen zu ermöglichen, wird ein Abdruck des Ohres genommen und im Labor mittels modernster Technik eingescannt. Auf Basis dieser Daten wird der Gehörschutz angefertigt und sitzt so perfekt im Gehörgang – ohne Verrutschen, ohne Druckstellen. Schauen Sie einfach in einem Neuroth-Hörcenter vorbei, einer unserer Hörakustiker berät Sie gerne ausführlich über die Möglichkeiten des Gehörschutzes.

     

Woher weiß ich, welcher Gehörschutz der richtige für mich ist?

Die Art des Lärmschutzes – also der jeweilige Filter – hängt davon ab, in welchen Situationen Sie sich schützen möchten. So gibt es zum Beispiel einen speziellen Gehörschutz für Motorradfahrer. Schwimmer oder Musiker haben aber andere Anforderungen und benötigen daher andere Bauweisen, Filter oder Materialien. Ihr Neuroth-Hörgeräte-Akustiker berät Sie gerne und findet gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung.

     

Ich bin leidenschaftlicher Jäger und auf mein gutes Gehör angewiesen. Wenn im Dickicht etwas knackt, muss ich es hören können. Da sind Ohrstöpsel doch hinderlich, oder?

Wenn auf der Jagd plötzlich ein Wild auftaucht, hat niemand mehr die Zeit, sich noch schnell die Ohrstöpsel reinzustecken und dann erst das Gewehr anzulegen. Deshalb muss ein Jagd-Gehörschutz so entwickelt sein, dass er immer getragen werden kann. Der Serenity DP+ arbeitet in zwei Modi: Während der Jagd, also in leiser Umgebung, verstärkt er die Geräusche rundherum sogar noch. Das heißt, Sie verpassen kein Knacksen, Rascheln oder Rufen. Fällt hingegen ein Schuss, schließt der Gehörschutz innerhalb einer Millisekunde.

Eine Fahrt mit meinem Motorrad verschafft mir einen freien Kopf. Nur die Windgeräusche stören mich dabei.

Wussten Sie, dass Windgeräusche bei einer Motorrad- oder Cabriofahrt so laut sein können wie ein Düsenjet? Da saust es buchstäblich im Kopf. Mit dem Soundsaver PRO+ sind Sie gut vor Windgeräuschen geschützt, aber trotzdem sicher unterwegs: Der Gehörschutz ist nämlich straßentauglich und passt unter jeden Helm.

     

Schnarchen fällt vielleicht nicht unter die Kategorie „Lärm“, mich macht es aber wahnsinnig. Ich möchte wieder ruhig schlafen können!

Ein ruhiger, erholsamer Schlaf ist essentiell für unser Wohlbefinden. Wer sich nächtelang hin und her wälzt, ist weniger leistungsfähig, hat Konzentrationsprobleme und fühlt sich matt. Einem Schnarcher entkommt man mit dem Soft Sleep, einer Gehörschutzlösung, die sämtliche lästigen Nebengeräusche dämmt, aber wichtige Signale, wie zum Beispiel Weckerläuten, trotzdem hörbar durchlässt.

Mein Kind ist eine richtige Wasserratte. Leider haben wir oft mit Ohrentzündungen zu kämpfen. Ist ein Gehörschutz sinnvoll?

Wer sich viel im Wasser aufhält, weicht seine Haut auf – ein perfekter Nährboden für Bakterien. Ein Gehörschutz ist daher in jedem Fall sinnvoll, Neuroth empfiehlt besonders Kindern den Aquastop in der praktisch-lustigen Beachbox. 

     

Als Industriearbeiter bekomme ich von meinem Arbeitgeber Standard-Gehörschutzstöpsel. Schützen sie mich ausreichend?

Sie schützen das Gehör, aber sie sind wahrscheinlich nicht sehr angenehm zu tragen, verursachen Druckstellen oder lassen Sie schwitzen. Eine bessere Lösung sind individuell angepasste Gehörschutzprodukte, die sich perfekt in Ihren Gehörgang schmiegen, für die richtige Belüftung sorgen und deren weiches Material für optimalen Tragekomfort sorgt.

     

In der Musik ist es entscheidend, alles zu hören. Ein Gehörschutz widerspricht dieser Anforderung, oder?

Möchte man meinen, aber nein: Der Elacin ER, ein speziell entwickelter Gehörschutz für Musiker, dämmt sämtliche Geräusche linear und senkt sie auf ein von Ihnen bestimmtes Niveau. So hören Sie alles genau wie vorher, nur eben leiser. Das Klangerlebnis bleibt natürlich.