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TAG GEGEN LÄRM

Wie laute Musik unsere Jugend gefährdet

Jugendliche mit Smartphone in der Hand und Kopfhörern im Ohr – ein typisches Bild im Alltag. Die Gefahren zu lauter Musik sind dem Einzelnen dabei aber meist nicht bewusst. Die ständige Lärmberieselung ist unter anderem Schuld daran, dass immer mehr Jugendliche an einer Hörminderung leiden. Das laute Musikhören mit Kopfhörern im Ohr ist auf Dauer schädlich. Viele leiden dadurch auch an einem Tinnitus.

Egal, ob Kopfhörer oder Disco (ein Discobesuch kann mit rund 120 Dezibel z.B. so laut sein wie ein Düsenjäger), mehr als eine Milliarde Jugendlicher und junger Erwachsener zwischen 12 und 35 Jahren gefährdet laut WHO-Angaben wegen zu lauter Musik ihr Gehör. In Österreich sind laut Schätzungen bereits rund 15 Prozent der 15- bis 19-Jährigen von einer Hörminderung betroffen. „Eine zu hohe Lärmbelastung über längere Zeit kann die Sinneshaarzellen im Ohr dauerhaft schädigen. Umso wichtiger ist es, sein Gehör schon in jungen Jahren bestmöglich zu schützen“, sagt Hörakustik-Meister Christian Pelzmann von Neuroth.

Wie sich Lärm im Alltag auf die Gesundheit auswirken kann

Unsere Welt wird immer schneller, bunter und lauter. Deshalb wird es immer wichtiger, sich der täglichen Lärmbelastung bewusst zu werden und vorzusorgen. Lärmschwerhörigkeit ist die zweithäufigste Art einer Hörminderung nach der Altersschwerhörigkeit. „Nicht nur die Ohren leiden unter Lärm, sondern der gesamte Körper“, sagt Pelzmann. Laut Weltgesundheitsorganisation ist der Verkehrslärm nach der Luftverschmutzung der zweitgrößte gesundheitsschädigende Umgebungsfaktor. Ab einer Lärmbelastung von rund 55 Dezibel fällt die Konzentration bereits immer schwerer. Ein Lärmpegel ab 85 Dezibel – zum Beispiel Straßenverkehr – wird bei längerer Belastung zum Gesundheitsrisiko. Mögliche Folgen: u.a. erhöhter Stresspegel, Hörminderung, Bluthochdruck, Schlafstörungen und erhöhtes Herzinfarktrisiko.

5 TIPPS, um Ihr Gehör zu schützen

  • Das eigene Gehör schätzen lernen und sich der Gefahr von Lärm bewusst werden
  • Darauf achten, dass sich die Lautstärke beim Musikhören in Grenzen hält
  • Dem Gehör regelmäßige „Pausen“ gönnen
  • Individuellen Gehörschutz tragen –  fragen Sie Ihren Neuroth-Akustiker in Ihrer Nähe
  • Einmal im Jahr einen Hörtest bei einem HNO-Arzt oder Hörakustiker machen